Hallo

Die Lothsfeldstrasse ist Teil der Eisenbahnsiedlung, einem verschlafenen Kaff, das man Rheinhausen Friemersheim oder Krefeld Hohenbudberg oder Krefeld Ürdingen zugehörig halten könnte. Gleich nebenan haben wir das Samskip Multimodal Rail Terminal, einnen Container Umschlagplatz, den Chempark von Bayer und die Rheinaue Friemersheim, die den Rhein mit seinen Schiffen erahnen lässt.

Es ist erstaunlich ruhig in der Lothsfeldstrasse, wenn man einmal von dem Hahn in dem nahen Schrebergarten, einem neurotischen Handtaschenhund, dem gelegentlichen Gebimmel von Altmetallsammlern und der Heavy-Metal-Musik, die immer bei gutem Wetter, von einem der benachbarten Blocks rüberschallt, absieht.

Ich bin nicht besonders geräuschempfindlich, um das klarzustellen – und ich vergass, die Flieger vom internationalen Flugplatz Düsseldorf ziehen hier ihre Kreise –  in erträglicher Höhe. Das schlimmste Geräusch ist meine Haustürklingel, das Ergebnis meines Geizes. Wenn Besuch kommt, wird die ganze Strasse davon in Kenntnis gesetzt.

 

Zulassen auf der Zulassung

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Wieder hänge ich auf der Zulassungsstelle rum, mitten in der Nacht, wo man eigentlich den gesündesten Sclaf hat. Aber ich bin klüger geworden – und gehe nicht mehr um 7:30 hin, sondern um 8:00. Dann ist der Pulk von Warteschlange nämlich erheblich kleiner, und siehe da, heute sogar bei Zero. Da Zeit am Schalter vorhanden ist, erzähle ich der Dame – Männer halten den Job niemals durch –  wie einfach die Zulassung doch in England ist, geht alles per Post und kostet nix.

Nee, sagt die Dame, der man die Jahre auf dem Platz ansieht, dann wäre ich doch arbeitslos.

Hmm, da hat sie irgendwie recht. Unser aufgeblasener Behördenberg und die Beamtenschwemme haben eine gewisse Berechtigung. Sie halten Leute in Arbeit und erhöhen die öffentliche Kaufkraft.

Lange wird das natürlich nicht gut gehen – was uns fehlt ist die einfache Umschichtung und Transformation von einem Beschäftigungsverhältnis in ein anderes. Automatisierung und IT bringen uns hohe Einsparungen, aber auch Arbeitslosigkeit. Die könnte man mit einem intelligenten Integrationsprozess verhindern …

Da die deutsche Politik nicht intelligent ist, müssen wir leider darauf verzichten.

Meine Autos – vermieten?

Ich bin gerne mobil. Öffentliche Verkehrsmittel sind zwar schön und meistens pünktlich, aber teuer. Kostenmässig ist ein kleines Auto durchaus eine Alternative –  zumal es in der Lothsfeldstrasse, sprich Eisenbahnsiedlung nix zum Einkaufen gibt.

Aber wie halte ich mir ein Auto mit kleinem Budget? Da gibt es interessante Angebote im Internet: das sogenannte private Car Sharing. Damit kan man die Halterkosten minimieren, muss aber auch, wie es ja heisst, die leiben Schätzchen teilen …

Für mich kein Problem.

Wenn also dein Auto mal schlapp macht und sich in einer Wekstatt über dich beklagt, oder du mal schnell was zu erledigen hast, dann kannst du meine Autos gegen eine kleine Gebühr ausleihen:


Minzi

Minzi hatte eine schwere Operation hinter sich. Eine komplet neue Hinterachse musste rein und jetzt ist sie fit wie ein Turnschuh. Trotzdem würde es mich freuen, wenn Ihr die alte Dame sorgsam behandelt. Sie bedankt sich mit einem angenehmen Schnurren und geringem Spritverbrauch. Übergabe könnte Bahnhof Rheinhausen (Ausgang Friemersheim) sein. Ich kann dir das Auto auch vorbeibringen: Bring-und Holservice für zusätzliche € 10.

Klick zum Ausleihen

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Bonny

Bonny ist eine bequeme Familienkutsche, schon etwas älter, aber in gutem Zustand. Auch eine Anhängerkupplung ist vorhanden. Bringservice mit Abholung kostet zusätzliche € 10. Bonny kann auch für längere Zeit gebucht werden.

Klick zum Ausleihen:

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Fortsetzung der Wartokratie

Wie es der Zufall so will, bin heute wieder auf der unbeschreiblichen Zulassungsstelle – diesesmal mit der Nummer 17, um die Nummer 106 anzumelden, einem kleinen Peugeot, der mir hoffentlich viel Spaß bringen wird.

Wie mir scheint regiert die Dummheit in Ankara. Auf Verdacht werden erstmal tausende in den Behörden, Schulen und Universitäten entlassen und erstmal nicht ersetzt oder mit willfährigen Idioten, die wharscheinlich eine neue Vetternwirtschaft aufbauen, nichts wissen und nichts leisten. Da kündigt sich der Verfall eines Staates an und der Westen übt sich in „Apeasement“ – wo sich die zweite Parallele zu Hitlerdeutschland auftut. „Nur nicht verärgern“, denken sich alle. Nein, wir müssen die Türkei aud der Nato schmeissen, alle Verhandlungen stoppen und wie mit Putin erstmal Sanktionen einrichten. Wenn dann die Verfassung wieder eingesetzt ist, mit Kurden und Armeniern eine friedvolle Coexistenz geschaffen wird, dann erst kann man weitersehen. Was kann Erdogan schon machen – mit Flüchtlingen drohen? Die Militärbasen aufkündigen? Den Islamischen Staat wieder sponsern? Sein Wunschtraum des grossen neuen osmanischen Reiches wird genauso zerplatzen wie Putins Sowietimperium, Boris Johnsons Great Britain und Trumps neues grosses Amerika.

Die Welt der Potentaten ist erledigt. Sie können wohl einen Haufen Leichen hinterlassen – aber keinen fortschrittlichen Bestand – nicht in unserer globalisierten neuen Welt ….

Wartokratie

Und schon wieder hänge ich auf der Zulassungsstelle in Duisburg rum. Um 6:30 steht tatsächlich schon ein Pulk von Leuten vor dem Eingang und zählt angestrengt die Reihenfolge. Nach einer halben Stunde werden wir eingelassen und eine Stampede trampelt sich die Treppen in den zweiten Stock hoch. Andere hechten in die Fahrstühle, die aber nur fünf Leute aufnehmen und nicht nur für die Ewigkeit konstruiert zu sein scheinen, sondern auch eine Ewigkeit brauchen. Oben winkt mich ein freundlicher Zeitgenosse vor sich in die Schlange, was mich erstaunt – aber er hat mitgezählt und angeblich war ich vor ihm da. Das lass ich mir natürlich nicht zweimal sagen. Hinter uns fangen zwei Türken an zu streiten, was mich zu dem leidigen Thema Erdogan bringt.

Was für ein kompletter Schwachsinn. Hitler kam auch durch legale Wahlen an die Macht um dann etwas zu bewerkstelligen, das wir Gleichschaltung nannten. Aber die Türken setzen noch eins drauf, sie entlassen Zehntausende von Beamten, Lehrern und Universitätsangestellten. Da möchte ich nicht auf die Zulassungsstelle gehen, denn es hieße: weil wir fast alle rausgeschmissen haben, bringen Sie bitte neben ihren Papieren ein Zelt mit und Lebensmittel für die nächsten drei Monate …

Nostalgie

Über Airbnb meldete sich ein Pärchen, das von Belgien nach Berlin per Autostop reiste, nur um zu sehen, wie das geht. In den 60igern und 70igern war das durchaus Allgemeingut – aber heute weiss doch keiner mehr was ein rausgestreckter Daumen bedeutet. Dementsprechend brauchten sie auch einen Tag um von Gent bis nach Duisburg zu kommen. Das, was sie unterwegs konsumieren, wäre auch mit einem günstigen Busticket im Internet erledigt gewesen. Hmhm, da beide Sozial-irgendwas studieren, macht es natürlich Sinn, auf diese recht anstrengende Weise ihr Studiom zu erweitern …

Die kleinen Nebeneinkünfte

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Amerika rennt vorann, Europa stolpert hinterher. Es ist weniger der Globalisierung, dem Internet oder den sozialen Netzen zu verdanken, sondern unserer Monokultur der Arbeit, den bürokratischen Hürden zur Selbständigkeit und die Niedriglohnfalle, die uns zwingt andere Einkommensquellen zu erschliessen. Unser System ist unflexivbel, die neue „Sharing Economy“ ist es nicht.

Mit Ebay und vergleichbaren Verkaufsportalen fing es an, dann kam Uber Cars, Airbnb, BlaBla Car, Drivy, Wimdu und andere. Unsere privaten Einrichtungen und Möglichkeiten können wir über Internetportale zu Geld machen. Aber da fangen auch schon die Probleme an. Schon geringe Umsätze machen uns zu Kleinunternehmern, das Finanzamt wittert Steuerhinterziehung und Abmahnwegelagerer versuchen uns zu erpressen. Die Gewerbeaufsicht, Versicherungen, Handwerkskammern, Handelskammern, Zulassungsstellen und andere Behörden stellen sich nur unwillig auf die neue Wirtschaftsform ein. Taxiunternehmervereinigungen, Hotels, Wohnungsunternehmen und internationale Autovermietungen sehen die neue Konkurrenz als Bedrohung.

Die neue Sharing Economy wird sich aber nicht aufhalten lassen, denn was den Vorstandsetagen Recht ist, kann uns schon lange Billig sein.